Staatsminister Eisenreich und Oliver Jörg besuchen Universitätsmedizin Würzburg

Besuch von Staatsminister MdL Georg Eisenreich und MdL Oliver Jörg am 13.09.2018 in der Universitätsmedizin Würzburg im Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI)

20.09.2018 | Presstelle Universitätsklinikum Würzburg
Stadtrat Willi Dürrnagel, Linda Walterschen, Oliver Jörg, MdL, Staatsminister Georg Eisenreich, MdL, Prof. Dr. Christoph Maack, Prof. Dr. Christoph Reiners, Ärtzlicher Direktor Prof. Dr. Georg Ertl, Bezirksrat Dr. Peter Motsch
Stadtrat Willi Dürrnagel, Linda Walterschen, Oliver Jörg, MdL, Staatsminister Georg Eisenreich, MdL, Prof. Dr. Christoph Maack, Prof. Dr. Christoph Reiners, Ärtzlicher Direktor Prof. Dr. Georg Ertl, Bezirksrat Dr. Peter Motsch

Auf Initiative von MdL Oliver Jörg, stellvertretender Vorsitzender des Hochschulausschusses des bayerischen Landtags, besuchten am 13. September der bayerische Staatsminister für Digitales, Medien und Europa MdL Georg Eisenreich, sowie weitere hochrangige CSU Mitglieder aus Stadtrat, Bezirkstag und Kreisverband das DZHI.

Bei der Begrüßung des Staatsministers stellte MdL Jörg die Universitätsmedizin als eine der Stärken der Universität Würzburg und der Region heraus. Experten der Universitätsmedizin Würzburg präsentierten die im Vergleich zu anderen Universitätsklinika weit entwickelte IT-Infrastruktur des Universitätsklinikums und die Einbindung der Universitätsmedizin Würzburg in bundesweite Fördermaßnahmen zur Medizininformatik.

Prof. Ertl dankte für die stete und umfassende Unterstützung der Würzburger Projekte durch die Landesregierung und weist darauf hin, dass die Digitalisierung für die Medizin ein besonderes Thema ist: Einerseits würde sie kaum noch ohne Digitalisierung funktionieren und es lägen in der Digitalisierung riesige Chancen für eine sicherere, präzisere und personalisierte Medizin auf Wissensbasis. Andererseits bestünden berechtigte Ängste vor einer „entpersonalisierten Medizin“, die Ärzte durch Informatiker oder Techniker ersetzt.

In einer Live-Demonstration wurden zwei beeindruckende Anwendungsbeispiele vorgestellt. Eine am Universitätsklinikum selbst entwickelte App-Lösung dient der Unterstützung des Stationsarztes und erlaubt am Krankenbett den Zugriff auf alle wichtigen Untersuchungsergebnisse, Bilddaten und Befunde auf einem Tablet-PC. Die Forschungsdatenbank des Universitätsklinikums enthält mehrere Millionen Patientendaten in anonymisierter Form und erlaubt wissenschaftliche Analysen mit hocheffizienten Auswerteverfahren, die in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Informatik VI „Künstliche Intelligenz“ der Universität entwickelt wurden.

Der ehemalige Ärztliche Direktor, Seniorprofessor und derzeit wissenschaftlicher Sprecher der Plattform Gesundheit/Medizin des Zentrums Digitalisierung Bayern (ZD.B) Prof. Dr. Christoph Reiners ist an diesen Projekten wesentlich beteiligt. Auf seine Initiative wird zukünftig im Rahmen des vom Wissenschaftsministeriums geförderten neuen „Digitalisierungszentrums Präzisions- und Telemedizin (DZ.PTM)“ unter Einbindung des Zentrums für Telemedizin in Bad Kissingen die Kooperation noch intensiviert werden. Darüber hinaus wollen Universität und Uniklinikum sich intensiv am Aufbau des Forschungsschwerpunkts „Künstliche maschinelle Intelligenz“ in Würzburg beteiligen.

Staatsminister Eisenreich bedankte sich für die spannenden Einblicke, die er gewinnen konnte. Generell hob er hervor, dass sich im Bereich der Digitalisierung unglaublich viel tue.

Er sei als Staatsminister für Digitales, Medien und Europa für die Koordination, Steuerung und strategische Weiterentwicklung des Masterplans „Bayern Digital II“ zuständig. Digitalisierung müsse aber als Querschnittaufgabe aller politisch Verantwortlichen verstanden werden. Jeder müsse das Thema Digitalisierung „mitdenken“. So sei jeder Minister für sein Ressort gleichzeitig auch der jeweilige Digitalisierungsminister.

Dabei betonte er, dass es wichtig sei, die sich aus der Digitalisierung ergebenden Chancen zu nutzen, ohne aber die damit potenziell verbundenen Risiken aus den Augen zu verlieren. In diesem Zusammenhang müsse man die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen und auf diese eingehen. Gerade aber im ländlichen Raum, weit weg von den Ballungszentren, würde durch eine weitere Digitalisierung der Arbeits- und Alltagsprozesse eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie erreicht werden können. Gleiches gelte für die Krankenversorgung wie die Altenpflege.

Neben dem Standort München fördere die Staatsregierung das zukunftsträchtige Thema Künstliche Intelligenz am Standort Würzburg an Universität und Fachhochschule mit zweistelligen Millionenbeträgen. Minister Eisenreich bezeichnete die Zusammenarbeit der Universitätsmedizin mit der Informatik speziell in Würzburg als „großartig“, so dass er diese gerne auch weiterhin unterstützen wolle.