Haushaltsausschuss gibt Millionen für Uniklinikum, Feuerwehrschule und Polizei frei

04.07.2018
Staatliche Feuerwehrschule Würzburg. Foto: CSU Fraktion
Staatliche Feuerwehrschule Würzburg. Foto: CSU Fraktion

Teilweise sind sie über 100 Jahre alt: die Ver- und Entsorgungsleitungen im Bereich der Altbauten des Uniklinikums. Heute hat der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags die sechste Teilbaumaßnahme für die Erweiterung, Anpassung und Sanierung der maroden Leitungen genehmigt. Der Bauabschnitt betrifft das Nord-Ost-Areal des Klinikaltgeländes. „Hier stehen wichtige große Baumaßnahmen an: unter anderem der Neubau für das Helmholtz-Institut HIRI, der Neubau einer Klinik für Strahlentherapie und die Verlagerung des Anatomischen Instituts“, berichtet der Landtagsabgeordnete Oliver Jörg.

Nicht weniger als 660 Meter Versorgungskanäle, acht Kilometer Rohrleitungen und 70 Kilometer Elektroleitungen werden verlegt, damit die neuen Einrichtungen optimal erschlossen sind. „Wir schaffen jetzt die Voraussetzungen für ein neues Ver- und Entsorgungsrückgrat, das nicht zuletzt wegen der Neubauten dringend benötigt wird“, erläutert Jörg die Bedeutung der Maßnahme. 51,6 Millionen Euro sind für die Erschließung des Nord-Ost-Areals veranschlagt.

Gebaut wird aber nicht nur am Uniklinikum, auch an der Staatlichen Feuerwehrschule geht es weiter. Für den Neubau eines Unterkunftsgebäudes mit 52 Apartments für Lehrgangsteilnehmer und einer Fahrzeughalle mit 10 Stellplätzen für Feuerwehrgroßfahrzeuge hat der Haushaltsausschuss rund 12,2 Millionen Euro freigegeben. „Damit bauen wir die Feuerwehrschule in Würzburg weiter aus und gewährleisten hervorragende Ausbildungs- und Übungsbedingungen“, freut sich Jörg. Ebenfalls genehmigt hat der Haushaltsausschuss eine Nachtragssumme in Höhe von 750.000 Euro für Preissteigerungen beim Bau der fertiggestellten Übungshalle sowie bei deren Simulationstechnik. Kernstück der Übungshalle ist eine Anlage, die Gerüche erzeugen, Geräusche einspielen und Lichteffekte entstehen lassen kann. „Ein Pilotprojekt, das es so bisher noch nicht gab“, erklärt Jörg. „Hier hat sich naturgemäß erst im Übungsbetrieb gezeigt, wo noch Optimierungsbedarf besteht.“

Auch bei der Polizei ist ein regelmäßiges Training unter realistischen Bedingungen Grundvoraussetzung für ein schnelles und sicheres Eingreifen im Notfall. „Bislang fehlen uns in Würzburg geeignete Räume für das sogenannte polizeiliche Einsatztraining“, berichtet Jörg. Das ändert sich nun. Wie Jörg bekannt gibt, hat der Haushaltsauschuss sieben Millionen Euro für ein Trainingszentrum genehmigt, das sowohl von der Bereitschaftspolizeiabteilung in Würzburg als auch durch das Polizeipräsidium Unterfranken genutzt werden kann. Der Neubau entsteht auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei in der Zellerau. „Eine mit Einsatzwagen befahrbare Multifunktionshalle und verschiedene Übungsräume werden das Training realitätsnaher Einsatzszenarien ermöglichen“, beschreibt Jörg das Konzept.

„Rund 71,5 Millionen Euro sind heute insgesamt für Projekte in Würzburg freigegeben worden“, bilanziert Jörg. „Mittel, mit denen wir die Infrastruktur unseres Wissenschaftsstandortes fitmachen und unseren Rettungs- und Sicherheitskräften optimale Übungsmöglichkeiten bereitstellen“.