Freistaat fördert „DenkOrte gegen den Hass“

Kulturfonds Bayern - Bereich Bildung

28.06.2018
Foto: pixabay.com
Foto: pixabay.com

Vom ehemaligen Güterbahnhof in der „Würzburger Aumühle“ wurden in den Jahren 1941 und 1942 ein großer Teil der aus Unterfranken deportierten Juden in den Tod geschickt. Daran soll künftig der „DenkOrt Aumühle“ auf dem historischen Aufgang zu den Gleisen erinnern. Wie Landtagspräsidentin Barbara Stamm und die Abgeordneten Oliver Jörg und Manfred Ländner berichten, wird das Projekt des Würzburger Bündnisses für Zivilcourage in Kooperation mit der Jugendbildungsstätte Unterfranken, dem Bezirksjugendring und dem Johanna-Stahl-Zentrum für jüdische Geschichte aus dem Kulturfonds Bayern, Bereich Bildung, mit 31.900 Euro unterstützt.

Die Mittel verteilen sich auf zwei Jahre.

„Es war uns ein gemeinsames Herzensanliegen, dass sich der Freistaat an der Entstehung eines zentralen Mahnmals beteiligt“, teilen Stamm, Jörg und Ländner mit. Die Grundidee des Mahnmals besteht darin, Gepäckstücke zum zentralen Symbol für die Deportationen am authentischen Ort zu machen und diese symbolisch mit einem zweiten Gepäckstück in den Herkunftsgemeinden der Opfer zu verbinden. „39 Kommunen in Unterfranken haben bereits angekündigt oder zugesagt, sich  zu beteiligen“, berichtet Ländner.
Der Bezirksjugendring plant außerdem begleitende pädagogische Angebote für junge Menschen zwischen 15 und 27 Jahren. „So ist garantiert, dass gerade junge Menschen aktiv an der Erinnerungsarbeit beteiligt werden“, freut sich Stamm.

Ebenfalls aus dem Kulturfonds gefördert wird ein außerschulisches Theaterprojekt in Stadt und Landkreis Würzburg. Die Initiative kommt vom Verein Würzburg KUlturS e.V. Das Stück „Babu von Bobos“ richtet sich an Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren und beschäftigt sich mit dem „Anders-Sein“.
Der Ausschuss für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags hat heute über die Verteilung der Mittel beraten, bevor der Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzfragen sie formal beschlossen hat. 

Im Jahr 2018 unterstützt der Kulturfonds Bayern mit insgesamt 700.000 Euro bayernweit Projekte im Bildungsbereich. Insgesamt können heuer 36 Maßnahmen gefördert werden. 
„Besonders erfreulich ist, dass dieses Jahr alle beantragten Projekte genehmigt werden konnten. Für die zum Teil ehrenamtlich tätigen Antragsteller, die eine enorme Portion Engagement mitbringen, ist das ein großartiger Erfolg, zu dem wir herzlich gratulieren“, freuen sich Stamm, Jörg und Ländner.