Oliver Jörg: „Möglichst alle Schülerinnen und Schüler in Bayern sollten KZ-Gedenkstätte besuchen“

Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit gewährt Fahrtkostenzuschüsse

12.06.2018
Bild: pixabay.com
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Jährlich besuchen mindestens rund 56.000 bayerische Schülerinnen und Schüler die Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg. Das geht aus einer Stellungnahme des Kultusministeriums auf Anfrage des Abgeordneten Oliver Jörg hervor.
Derzeit beschäftigt sich der Bildungsausschuss im Bayerischen Landtag mit der Frage, wie noch mehr Schulklassen für den Besuch der Erinnerungsorte sensibilisiert werden können.

Auch Jörg treibt das Thema um: „Möglichst alle bayerischen Schülerinnen und Schüler sollten eine KZ-Gedenkstätte besuchen. Kein Schulbuch und kein Vortrag kann eine ebenso mahnende Wirkung entfalten wie der Besuch des authentischen Ortes.“

Entsprechende Empfehlungen zum Besuch eines Erinnerungsortes seien in den aktuell gültigen Lehrplänen der achten und neunten Jahrgangsstufen bereits enthalten. Im LehrplanPLUS, welcher ab dem Schuljahr 2020/21 (bzw. bei der Mittelstufe ab 2021/22) gilt, werde die Verbindlichkeit der Empfehlung festgeschrieben.

Jörg will daher darauf setzen, die Lehrkräfte und Schulen weiter für einen Besuch der Gedenkstätten zu sensibilisieren. Die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit gewährt für Besuche zu den Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg eine anteilige Fahrtkostenerstattung. Im letzten Jahr wurden hierfür rund 240.000 Euro an Haushaltsmitteln abgerufen. Die Rundgänge an den Erinnerungsorten durch hierfür abgeordnete Lehrkräfte sind kostenfrei.